about me

Mark Nowack zertifizierter Ex-In Genesungsbegleiter

Hallo

ich freue mich sehr,

dass Sie sich für mich interessieren.
Ich bin eX-iN Genesungsbegleiter geworden,
weil ich die Vielfalt der Menschen liebe und schätze.
So vielfältig die Menschen sind, so mannigfaltig sind auch die Einflüsse auf Gesundheit und Krankheit.

  • Warum wird jemand in seiner speziellen Situation krank?
  • Was trägt zur Genesung des Einzelnen bei?
    Was bedeutet das womöglich für denjenigen oder sein Umfeld?
  • Welche Genesungsmöglichkeiten bieten sich für den Betroffenen?
    Trifft diese Behandlung den Wunsch des Betroffenen?

 

Dies sind Fragen, die mich bei meiner Tätigkeit beschäftigen und leiten. Ich  kooperiere gerne mit den Fachärzten, Pflegediensten und psychosozialen Einrichtungen.
Ich achte bei meiner Arbeit auf soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit.
Ich glaube daran, dass jeder mit dem nötigen Aufwand gesund Leben kann!

 

Grundgedanke

… mich als Genesungsbegleiter zu engagieren,

ist aus dem Bewusstsein entstanden,

dass Medizin alleine keine Genesung schafft
dass zur Genesung auch noch viel mehr gehört
über die Tatsache, dass immer wieder nach einem Schema gearbeitet wird und der Betroffene nicht als Individuum gesehen wird und indem Fachpersonal versucht die Persönlichkeit individueller Menschen in vorgefertigte Raster zu unterteilen und einzusortieren

Es liegen vielleicht erst einmal grundsätzliche Übereinstimmungen zugrunde.

Doch diese machen einen Menschen nicht zu einem Legostein, der auf eine Behandlung passt.

Vielmehr bleibe ich, mit meiner Diagnose und dem gelebten das, was wir alle sind, Individuen.

Deswegen möchte ich Aufklärungsarbeit leisten, indem ich mitwirke bei Präventionsprojekten & Schulprojekten, und ich möchte den schlechten Wiedereinstieg ins Berufsleben für Betroffene verbessern.

Eine Anti-Stigmata Bewegung aufbauen, die nicht nur auf Ämtern und Rententrägern basiert, sondern auch gleichermaßen unser Fachpersonal miteinbezieht. Denn auch hier sehe ich Handlungsbedarf. Immer wieder und auch in heutiger Zeit, erfuhr ich stigmatisierende Handlungen oder Aussagen von Fachpersonal, die es in meinen Augen endlich zu einer sozialen Einbettung schaffen sollten.

Ich möchte Motivator und Vorbild für sucht-kranke Menschen sein. Allein die Tatsache, in welchen Lebensumständen ich mich befand und wie sich mein Leben entwickelt hat, denke ich, kann eine große Motivation geben. Meine Anwesenheit und Tätigkeit ist und wird immer ressourcenorientiert bleiben, indem ich auf die Möglichkeiten und Fähigkeiten des Betroffenen eingehe und versuche diese erkennbar zu machen. Die Erkenntnis, Talente und Fähigkeiten zu besitzen, Ressourcen zu haben, bestätigt uns alle. Mit dieser Bestätigung, Hoffnung zur Genesung zu erlangen und mit dieser den Mut zur Selbstbefähigung zurückzuerlangen.

Dies ist mein Wunsch.

Ein weiterer Aspekt meiner Motivation liegt in der Angehörigenarbeit, dem Gegenüber einen Zugang in eine Welt zu ermöglichen, in die derjenige nicht hineinschlüpfen kann.

Ich bin mir aber durchaus bewusst, dass Angehörigenarbeit mein größtes Defizit sein wird. Genau wie in meiner Vergangenheit, werde ich auf Menschen treffen, denen alleine das sich -Einlassen zu viel ist, jedoch ihre Ansprüche überdurchschnittlich sind. Den Angehörigen, die bereit sind, auf eine Reise zu gehen, lade ich gerne ein, um vielleicht ein kleines Stückchen mehr an Verständnis und Nachempfindung auf und nach dieser Reise zu erleben.

Mich endlich mit meiner Erfahrung zu den Betroffenen bewegen zu dürfen, diese dosiert teilen zu können und damit eine ganz andere Art von Gegenübersein zu schaffen und zu (er-)finden, ist für mich ein großer Zugewinn.

Als Vorbild, möchte ich die Ressourcen aufzeigen und jeden Betroffenen als eigenständiges Individuum wahrnehmen.

Ich, als Genesungsbegleiter, habe die Möglichkeit meine Arbeit so zu gestalten, wie es dem Betroffenen bedarf und welche Ressourcen er aktivieren kann. Dies lässt mich über die Grenzen des Psychatrie Alltag gehen, wovon ich meines Erachtens definitiv in meinen Krisenzeiten, hätte profitieren können.

Die Ausbildung

Mark Nowack zertifizierter Ex-In Genesungsbegleiter

im Rahmen eines EU-Projektes ist von 2005 bis 2007 ein
Weiterbildungscurriculum unter dem Namen “Experienced Involvement”, kurz
“Ex-In”, zur Qualifizierung von Peers, auch Ex-In-ler oder
GenesungsbegleiterInnen genannt, entwickelt worden. Dieses
Curriculum bildete die Grundlage für jeden EX-IN Studiengang.

Im Mittelpunkt der EX-IN-Ausbildung steht die Entwicklung von Erfahrungswissen. Hierzu ist es wichtig, dass jeder Einzelne seine Erfahrungen reflektiert und strukturiert, so dass aus Erfahrung, Wissen wird. Dies vollzieht sich auf den Ebenen Ich, Du & Wir.

  • Ich-Wissen bedeutet, dass
    die TeilnehmerInnen Bewusstsein darüber entwickeln, wie sie sich ihre
    seelische Erschütterung erklären, wie sie diese in ihre
    Lebensgeschichte einordnen, welchen Sinn sie darin erkennen und
    welche Bedingungen und Strategien dabei helfen, Anforderungen und Krisen
    zu bewältigen.
  • Auf der Du-Ebene wird das
    eigene Erfahrungswissen einem Gegenüber mitgeteilt. Dabei bekommt man
    reflektiert, ob man sich mit seiner Erfahrung mitteilen
    kann, was für das Gegenüber verstehbar ist und was nicht.
  • Wir-Wissen bedeutet
    zunächst, dass Menschen gemeinsame Erfahrungen entdecken. Aber es geht
    beim Wir-Wissen nicht nur um das gemeinsam Erfahrene, sondern
    auch um das gemeinsam Verstandene. Das bedeutet, auch Phänomene,
    die ich nicht selbst erlebt habe, kann ich durch einen intensiven
    Austausch verstehen lernen, durchdringen und erkennen. Und
    schließlich bedeutet. Wir-Wissen auch eine Verständigung darüber, was nicht verstanden wird.

Recovery-Weg

Der Anfang meiner Suchtkarriere begann mit dem Tod meines Großvaters und der gleichzeitigen Erkrankung meines Vaters. Eigentlich suchte ich in dieser Zeit das, was ich bisher von meinen Ikonen erhielt. Nähe, Anerkennung, Stärke und eine leitende Persönlichkeit.

Meine Familie, die einst so harmonisch war, zerbrach mit der Erkrankung meines Vaters. Und die, die noch übrig waren, hatten nicht die Kraft aufzufangen. Diese erschütternde Tatsache, ließ mich mich von meiner Familie abwenden. Mit dieser Abwendung versuchte ich halt bei meinen Freunden zu finden. Jedoch war ich dafür schon viel zu weit weg von mir selbst und zu
besessen vom Drang zu konsumieren.

Vieles verlor in dieser Zeit  an Wertigkeit. Und erst viele Jahre später konnte ich erkennen, dass mich nicht meine Freunde im Stich ließen, sondern ich mich schon längst aufgegeben hatte.

Es gab einige Abstürze in meinem Leben,
doch der Absturz der alles veränderte, war der Tag, an dem sich ein Funken Selbsterkenntnis in mir regte und mir bewusst wurde; das mein Leben so nicht weitergehen konnte.Den Willen aufzubringen ein abstinentes Leben zu führen, war zu dieser Zeit körperlich sehr schwer, jedoch gab mir dieser Wille, die Kraft endlich aufzustehen.

Trotz der Krisen, die ich in meinem abstinenten Leben hatte
(und auch noch haben werde)
war und ist mir das Wahrnehmen, welche Errungenschaft ich erreicht habe,
immer sehr wichtig gewesen. Und diese Errungenschaft lässt mich
immer und immer wieder Glück & Zufriedenheit erleben.

In meiner Ausbildung

erkannte ich, was mich als Genesungsbegleiter ausmacht und so definiere ich meine Qualitäten als Genesungsbegleiter:

  • Ich erkenne mehr, wann eine Beziehung schädliche Ausmaße annimmt
  • Ich bin mit meiner Erfahrung ruhig, gelassen und emotional ansteckbar
  • Ich bin dadurch ein guter Beobachter, wobei ich immer bedacht bin, beiden Parteien nachempfinden zu können
  • Ich kann auf wechselnde Gegebenheiten und Situationen flexibel reagieren
  • Ich kann mich emotional von Krisensituation distanzieren
  • Ich besitze das Bewusstsein, warum derjenige gerade so handelt
  • Ich habe eine authentisch Art die zeigt, dass ich bei mir bin und ehrlich zu mir und Anderen bin
  • Ich verfolge konsequent einen Weg, auch wenn er viele Biegungen und Abzweigungen nimmt
  • Ich betreibe Selbstfürsorge
  • Ich bin offen für Ideen sowie an deren Entwicklung und Umsetzung, ob alleine oder mit Anderen
  • Damit gelingt mir ein gegenseitiges Miteinander

 

… andere schätzen an mir:

Meine Fertigkeit
Motivieren 100%
Konfronttrieren 100%
Kritisch beobachten 100%
Diagnostizieren 82%
Meine Fertigkeit
Beschützen 28%
Begleiten 88%
Helfen 66%
Stimulieren 80%

• meine Gelassenheit & Klarheit
• meinen Mut & meine Stärke
• meine Ehrlichkeit
• meine Art mich zu reflektieren
• meine angenehme Schüchternheit
• mein Selbstbewusstsein

• mein Schnelldenken (Analytiker)
• meinen Humor
• meine ruhige Art
• meine Ausgeglichenheit
• mein Tiefsinn
• mein Fordern
• meine Zielorientierte Arbeitsweise

… außerdem...

… jeder trägt seinen eigenen Rucksack an Erfahrungen mit sich herum.
Mittlerweile sind diese Erfahrungen auch zu Werkzeugen gewachsen.
Diese befinden sich in meiner Werkzeugkiste, die ich einsetzen kann.
Einiges davon kann ich im Alltag nutzen,

anderes liegt nur als Gedanke in der Kiste.


All diese Erfahrungen sind aber für Andere zugänglich.
Vielleicht kann ich den Ein, oder Anderen dazu bewegen,
seinen Rucksack mit Erfahrungen, die für Ihn eine Last ist, zu erleichtern
und einige Dinge als Werkzeug in seine eigene Werkzeugkiste zu legen.


Ich bin davon überzeugt, dass jede Erfahrung,
möge sie noch so schlecht oder traumatisch gewesen sein,
als ein Werkzeug für den Alltag genutzt werden kann und das von jedem.


Gelebtes ist passiert und gewesen, nicht abänderbar.
Jedoch ist die Haltung, die ich zu Ihr besitze abänderbar.
Dies ist eine Handhabung, die nicht bei jeder Erkrankung besteht.
Die Macht der Bevollmächtigung des Einzelnen, nicht zu unterschätzen
und diese im vollen Umfang auszuschöpfen.
Auf die Eigenmacht zugreifen können, ja zugreifen sollten.

Um sich von den Fesseln der Vergangenheit zu lösen.


Demzufolge habe ich mich, intensiv mit mir und meinen Diagnosen,

in meinen Therapien und klinischen Aufenthalten auseinandergesetzt!In meiner Ausbildung zum Genesungsbegleiter, erlernte ich:

  • was Gesundheit und Wohlbefinden ausmacht und wie es beschrieben und bemessen wird
  • über Gesundheit und Wohlbefinden von psychischen Problemen sich auszutauschen
  • Einflüsse auf das individuelle Wohlbefinden zu beschreiben
  • Möglichkeiten und Strategien zur gesünderen Lebensführung
  • das Empowermentkonzept auszuführen, indem Potenziale genutzt werden
  • meine eigene Erfahrung differenziert vorzutragen und zuzuhören
  • persönliche wie soziale Probleme unterscheiden zu können
  • Fähigkeiten und Strategien anzuwenden, die dem Betroffenen Geltung verschafft
  • den Trialog und kann ihn in verschiedenen Situation anwenden (mit meiner reflektierten Erfahrung)
  • das Grundprinzip des Selbsterforschungsinterviews
  • die Sicherheit im Eingehen von Beziehungen und dem Einsatz von Recoveryinstrumenten
  • meine Arbeit zu reflektieren
  • die gesetzlichen Rahmenbedingungen von Begleiten und Unterstützen
  • ein differenziertes Wissen über Kommunikation und Beziehungsarbeit des Genesungsbegleiter
  • Konflikt- und Krisensituationen einzuschätzen
  • meine eigenen Grenzen und auf diese zu achten


Ich als Genesungsbegleiter schütze mich mit meinen Erfahrungen,
meiner Achtsamkeit und meiner Reflektiertheit.

Warum eigentlich nicht?

Es wird immer wieder gefragt, “Warum” etwas getan werden soll. Ist es nicht viel besser zu fragen “Warum eigentlich nicht”? Es ist eine kleine Veränderung der Denkweise, die ganz ungeahnte Türen aufstoßen kann. Öffne dich für neue Dinge, anstatt diese immer wieder zu hinterfragen.

Die Recovery Kiste proudly presented by Mark Nowack zertifizierter Ex-In Genesungsbegleiter für den Rhein-Sieg-Kreis, Bonn & NRW